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20. Juni 2026

Ticketgebühren Vergleich Österreich 2026 – welche Plattform ist wirklich günstig?

Eventbrite, oeticket Light oder TCKTNEST? Wir vergleichen relevante Ticketing-Plattformen in Österreich nach Gebühren, Auszahlung und Käuferdaten – damit du weißt, wo dein Geld wirklich landet.


Du planst ein Event und willst Tickets online verkaufen. Spätestens wenn du die ersten Plattformen vergleichst, merkst du: Die Gebührenmodelle sind unübersichtlich, und was auf den ersten Blick günstig wirkt, entpuppt sich beim Rechnen oft anders als gedacht.

Dieser Artikel bringt Klarheit. Wir vergleichen die wesentlichen Ticketing-Plattformen, die in Österreich relevant sind – nach tatsächlichen, öffentlich einsehbaren Gebühren, Auszahlungsmodell und Datenpolitik.


Die Vergleichsplattformen im Überblick

Wir betrachten drei Plattformen, die du in Österreich häufig antreffen wirst:

  • Eventbrite – internationale Marktführerin, in Europa weit verbreitet
  • oeticket Light – Self-Service-Variante von oeticket, dem großen österreichischen Ticketnetzwerk
  • TCKTNEST – neuer österreichischer Anbieter, Umsatz geht mit jedem Verkauf auf dein eigenes Stripe-Konto

Daneben gibt es weitere Anbieter wie NTRY; deren aktuelle Konditionen konnten wir nicht verlässlich prüfen, daher fehlen sie in der Rechnung.


Gebühren im direkten Vergleich

Eventbrite

Eventbrite bietet zwei Tarife an, laut öffentlicher Preisseite:

  • Essentials: 5,5 % pro Ticket, kein Fixbetrag
  • Professional: 5,5 % + €0,99 pro Ticket

Eventbrite führt diese Tarife inzwischen als „Legacy Packages". Eine separate Zahlungsabwicklungsgebühr ist für Deutschland/Österreich nicht ausgewiesen. Für kostenlose Events fallen bei Eventbrite keine Gebühren an.

Beispielrechnung für ein €20-Ticket:

  • Essentials: €1,10 (5,5 %)
  • Professional: €2,09 (≈ 10,5 %)

Prüfe vor dem Verkaufsstart, welcher Tarif für dein Event gilt – die beiden liegen deutlich auseinander.


oeticket Light

oeticket Light ist die Self-Service-Lösung von oeticket. Laut öffentlicher Preisseite:

  • Eigener Ticketshop: 5 % vom Basispreis, mindestens €0,39 – Zahlungsgebühren und USt. inklusive
  • Verkauf zusätzlich über das oeticket-Netzwerk: plus 10 % Vorverkaufsgebühr

Für ein €20-Ticket im eigenen Shop sind das €1,00 (5 %). Abgerechnet wird laut oeticket Light innerhalb von fünf Werktagen nach Abschluss der Veranstaltung.


TCKTNEST

TCKTNEST verfolgt ein anderes Modell: transparente Gebühren, keine versteckten Kosten, und dein Umsatz abzüglich Gebühr geht mit jedem Verkauf auf dein eigenes Stripe-Konto – kein Warten bis nach dem Event.

  • Free-Plan ("Nest", €0/Monat): 3,7 % + €0,39 pro Ticket, mindestens €0,59, bis 200 Tickets pro Event – Zahlungsabwicklung inklusive
  • Starter-Plan (€9/Monat): gleiche Gebühr wie Nest, bis 300 Tickets pro Event, dazu z. B. Rabattcodes, Warteliste und CSV-Export
  • Indie-Plan (€19/Monat): 2,7 % + €0,39 pro Ticket, mindestens €0,54
  • Pro-Plan (€49/Monat): 2 % + €0,39 pro Ticket, mindestens €0,49
  • Enterprise (ab €199/Monat): 1,5 % + €0,39 pro Ticket, mindestens €0,44, individuell vereinbart
  • Keine Setup-Gebühren, keine Jahresverträge, keine versteckten Zusatzkosten

Beispielrechnung für ein €20-Ticket (Free-Plan):

  • Gebühr: €1,13 (≈ 5,65 % des Ticketpreises)

Bei 200 Tickets à €20 sparst du damit gegenüber Eventbrite Professional €192. Gegenüber Eventbrite Essentials (€220) liegt TCKTNEST Nest bei diesem Ticketpreis mit €226 knapp €6 darüber, gegenüber oeticket Light im eigenen Shop (€200) €26 darüber. Erst ab rund €21,67 Ticketpreis ist Nest günstiger als Eventbrite Essentials, gegenüber oeticket Light (eigener Shop) erst ab €30 (dort liegen beide bei €1,50) – in den bezahlten Plänen sinkt die Schwelle entsprechend.

Wichtig bei Gratis-Events: Bei TCKTNEST ist auch ein €0-Ticket nicht gebührenfrei – pro Ticket fällt die Mindestgebühr deines Plans an (Nest: €0,59), die du an Gäste weitergeben, mit dem nächsten bezahlten Verkauf verrechnen oder über Gästelisten-Guthaben zu €0,25 pro Ticket decken kannst. Den ausführlichen Vergleich mit Eventbrite findest du unter Eventbrite-Alternative.


Gesamtvergleich auf einen Blick

Plattform Gebühr pro €20-Ticket Auszahlung Käuferdaten für Veranstalter
Eventbrite Essentials €1,10 (5,5 %) laut Eventbrite-Auszahlungszyklus Export von Teilnehmer-/Bestellberichten möglich
Eventbrite Professional €2,09 (≈ 10,5 %) laut Eventbrite-Auszahlungszyklus Export von Teilnehmer-/Bestellberichten möglich
oeticket Light (eigener Shop) €1,00 (5 %) innerhalb von 5 Werktagen nach dem Event laut Anbieter
TCKTNEST (Nest) €1,13 (≈ 5,65 %) mit jedem Verkauf aufs eigene Stripe-Konto, Bankauszahlung nach Stripe-Plan (AT: standardmäßig ca. 3 Werktage) im Dashboard, CSV-Export ab Starter

Alle Angaben laut öffentlichen Preisseiten der Anbieter, Stand 29.09.2026, ohne Gewähr.


Was die Gebühren nicht zeigen: Der Wert deiner Fan-Daten

Neben den direkten Kosten gibt es einen indirekten Faktor, den viele Veranstalter unterschätzen: Wer baut mit deinen Käufer:innen eine Beziehung auf – du oder die Plattform?

Marktplätze zeigen beim Kauf ihre eigene Marke, empfehlen andere Events und nutzen die Kundenbeziehung auch für ihre eigene Plattform. Bei TCKTNEST siehst du Name, E-Mail, Ort und Postleitzahl deiner Käufer:innen im Dashboard (CSV-Export ab Starter). TCKTNEST verkauft diese Daten nicht und schreibt deine Käufer:innen nicht für eigenes Marketing an. Für deinen Newsletter brauchst du trotzdem eine Einwilligung – etwa über das freiwillige Newsletter-Häkchen im Checkout; ein Ticketkauf allein ist keine Zustimmung zu Werbe-E-Mails.


Wann lohnt sich ein bezahlter Plan?

Der Free-Plan von TCKTNEST ist für viele Kleinveranstalter dauerhaft ausreichend. Ab einem gewissen Ticketvolumen rechnet sich aber ein Upgrade:

Beispiel: 500 Tickets à €25 pro Monat

  • Free-Plan (3,7 % + €0,39, kein Abo): Gebühren = €657,50/Monat
  • Indie-Plan (2,7 % + €0,39 + €19 Abo): Gebühren = €551,50/Monat (inkl. Abo)
  • Ersparnis mit Indie: €106/Monat

Faustregel: Indie spart gegenüber Nest 1 % des Ticketpreises pro Ticket. Die €19 Abo holst du damit bei €25-Tickets ab rund 76 Tickets pro Monat herein, bei €10-Tickets ab rund 190. Starter (€9) senkt die Gebühr nicht, lohnt sich aber, wenn du mehr als 200 Tickets pro Event oder Funktionen wie Rabattcodes und CSV-Export brauchst. Wer gelegentlich kleine Events macht, bleibt am besten beim kostenlosen Einstieg.


Häufige Fragen zum Gebührenvergleich

Sind die TCKTNEST-Gebühren wirklich alles inklusive? Ja. Die 3,7 % + €0,39 pro Ticket (mindestens €0,59) decken die Zahlungsabwicklung bereits ab. Es gibt keine separaten Payment-Processing-Gebühren.

Kann ich als Veranstalter entscheiden, wer die Gebühr trägt? Ja. Du kannst die Gebühr selbst absorbieren (Ticketpreis bleibt für den Käufer unverändert) oder sie an den Käufer weitergeben. Das stellst du einfach im Dashboard ein.

Was passiert, wenn mein Event abgesagt wird? Bei TCKTNEST kannst du einzelne Tickets direkt über das Dashboard erstatten. Der Betrag kommt aus deinem Stripe-Guthaben; die TCKTNEST-Gebühr für die ursprüngliche Transaktion wird nicht erstattet.

Gibt es eine Mindestvertragslaufzeit? Nein. Monatliche Pläne können jederzeit gekündigt werden. Der Free-Plan läuft dauerhaft ohne Vertrag.


Fazit: Nicht immer am günstigsten – aber transparent und mit laufendem Geldfluss

Wenn du in Österreich Tickets online verkaufen willst, lohnt sich das Nachrechnen für deinen konkreten Ticketpreis: Bei einem €20-Ticket liegen die verglichenen Angebote zwischen €1,00 (oeticket Light, eigener Shop) und €2,09 (Eventbrite Professional), TCKTNEST Nest bei €1,13. Bei günstigen Tickets und Gratis-Events ist TCKTNEST nicht die billigste Option, bei höheren Ticketpreisen und in den bezahlten Plänen oft schon. Dafür bekommst du ein transparentes Modell, deine Käuferdaten im eigenen Dashboard und Umsatz, der nicht bis nach dem Event bei der Plattform liegt.

Eventbrite bleibt eine Option für Veranstalter, die internationale Reichweite und ein bekanntes Marken-Umfeld suchen – aber wer in Österreich lokal agiert und Kosten im Griff behalten will, fährt mit einer heimischen Lösung oft besser.

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