Tanzkurse und Tanzabende: Tickets für Milonga, Salsa-Party und Kursreihe richtig verkaufen
Ein wiederkehrender Tanzabend mit Einzeleintritt ist etwas anderes als eine Tanzkurs-Reihe mit mehreren Terminen und Paar-Tickets. So bildest du beide Modelle im Ticketverkauf sauber ab.
Tanzkurse und Tanzabende: Tickets für Milonga, Salsa-Party und Kursreihe richtig verkaufen
Eine Milonga am Mittwochabend, eine Salsa-Party am Freitag, dazwischen ein sechswöchiger Anfängerkurs mit festem Teilnehmer:innenkreis – wer eine Tanzschule betreibt oder regelmäßig Tanzabende organisiert, verkauft in Wahrheit zwei völlig unterschiedliche Dinge. Das eine ist ein wiederkehrender Abend mit offenem Einzeleintritt, bei dem jede:r spontan kommen kann. Das andere ist eine Kursreihe mit mehreren zusammengehörigen Terminen, oft mit Partner:innen gebucht, bei der eine einmalige Anmeldung die ganze Reihe abdeckt.
Beides über dieselbe Excel-Liste oder denselben WhatsApp-Broadcast zu verwalten, funktioniert eine Weile – bis zur ersten Milonga, bei der doppelt so viele Leute kommen wie erwartet, oder zur Kursreihe, bei der niemand mehr sagen kann, welches Paar für welche vier von sechs Terminen bezahlt hat. Dieser Artikel zeigt, wie du beide Modelle sauber trennst und was du bei Paar- versus Einzeltickets beachten solltest.
Zwei Modelle, zwei Logiken
Der wiederkehrende Tanzabend – Milonga, Salsa-Social, Tango-Praktica, Swing-Abend – funktioniert wie eine Party mit Einzeleintritt: Jede:r zahlt für den jeweiligen Abend, unabhängig davon, ob sie letzte Woche da waren oder das erste Mal kommen. Es gibt kein "Anmeldeformular", sondern einen einfachen Ticketkauf pro Termin, oft auch spontan an der Tür oder kurz vorher online.
Die Tanzkurs-Reihe – ein Anfängerkurs über sechs Dienstage, ein Aufbaukurs über acht Termine – ist dagegen eine Einheit: Wer sich anmeldet, bucht die ganze Reihe auf einmal, nicht Termin für Termin einzeln. Hier zählt vor allem, wer angemeldet ist und ob der Kurs überhaupt zustande kommt, nicht die Kopfzahl an einem einzelnen Abend.
Der Unterschied ist keine Nuance – er entscheidet, wie du das Event im Ticketsystem anlegst. Für den Tanzabend legst du im Regelfall pro Termin ein eigenes Event mit eigenem Kontingent an. Für die Kursreihe nutzt du ein einzelnes Event mit mehreren hinterlegten Terminen, bei dem ein Ticket automatisch für alle Termine der Reihe gilt – Teilnehmer:innen kaufen einmal und sehen auf ihrem Ticket alle sechs (oder acht) Termine der Reihe.
Wiederkehrende Tanzabende: ein Event pro Termin, aber ein Wiedererkennungswert
Bei einer wöchentlichen oder monatlichen Milonga lohnt es sich, für jeden Abend ein eigenes Event anzulegen – so hat jeder Termin sein eigenes Türlimit, seine eigene Buyer-Liste und seinen eigenen Umsatzüberblick im Dashboard, statt dass sich alles in einem einzigen, endlos wachsenden Event vermischt. Damit Stammgäste den Abend trotzdem wiedererkennen, hilft ein einheitliches Namensschema ("Milonga im Tanzhaus – jeden 1. Mittwoch") und dieselbe Beschreibung, dasselbe Bild, denselben Ablauf – nur Datum und Kontingent ändern sich.
Auf deiner öffentlichen Organisator:innen-Seite (tcktnest.com/{dein-name}) sieht man automatisch alle künftigen Termine im Überblick, ohne dass du für jeden Abend neu Werbung machen musst – Stammgäste finden den nächsten Termin einfach über denselben Link, den sie schon kennen.
Paar-Ticket vs. Einzelticket: die Kategorie macht den Unterschied
Gerade bei Tanzkursen, die auf Partnertanz ausgelegt sind – Tango, Salsa, Standardtanz, Discofox – ist die Frage "kommst du allein oder als Paar?" zentral für die Preisgestaltung und oft auch für die Kapazität: Ein Kurs mit 16 Plätzen ist bei acht Paaren voll, kann aber auch acht Einzelpersonen plus vier Paare aufnehmen, solange die Balance zwischen führenden und folgenden Tänzer:innen stimmt.
Dafür sind Ticketkategorien gemacht: Du legst zum Beispiel eine Kategorie "Einzelticket" (Preis pro Person) und eine Kategorie "Paar-Ticket" (Preis pro Paar, meist günstiger als zwei Einzeltickets zusammen) an – jede mit eigenem Kontingent. So verkaufst du nicht "16 Tickets", sondern steuerst gezielt, wie viele Einzelpersonen und wie viele Paare tatsächlich Platz haben, und beide Gruppen sehen auf der Buchungsseite direkt den für sie passenden Preis, ohne dass du das händisch nachhalten musst.
Für Tanzabende mit offenem Einzeleintritt braucht es diese Unterscheidung meist nicht – dort reicht in der Regel eine einzige Kategorie, eventuell ergänzt um eine günstigere Kategorie für Vereinsmitglieder oder Stammgäste.
Kursreihen als Mehrtägig-Event abbilden
Für eine zusammenhängende Kursreihe – etwa sechs Dienstage in Folge, bei denen eine Anmeldung automatisch für alle Termine gilt – nutzt du ein einzelnes Event mit mehreren hinterlegten Terminen. Interessent:innen sehen auf der Buchungsseite sofort alle Termine der Reihe, kaufen aber nur einmal, und das Ticket ist für die ganze Reihe gültig. Möchtest du innerhalb derselben Reihe zusätzlich zwischen Anfänger- und Fortgeschrittenen-Kurs unterscheiden, machst du das wieder über zwei Kategorien mit jeweils eigenem Preis und eigenem Kontingent – nicht über zwei separate Events, die parallel laufen und die Übersicht erschweren.
Mitgliederpreise und Rabattcodes für Vereine und Stammgäste
Viele Tanzschulen und Tanzvereine haben Mitglieder, die einen reduzierten Preis zahlen – für den Kurs wie für den Tanzabend. Dafür eignet sich ein Rabattcode, den du nur an Mitglieder weitergibst, oder eine eigene, günstigere Ticketkategorie mit der Bezeichnung "Mitgliederpreis", die neben der regulären Kategorie läuft. Beide Wege lassen sich unabhängig von der Paar/Einzel-Unterscheidung kombinieren – eine Mitgliederkategorie kann selbst wieder in Einzel- und Paar-Preis aufgeteilt sein, wenn es der Aufwand wert ist.
Wenn ein Termin schnell voll ist
Beliebte Milongas oder Kursreihen mit begrenzten Plätzen sind oft schneller ausgebucht, als man denkt – vor allem, wenn ein bestimmtes Level-Verhältnis (gleich viele Führende wie Folgende) eingehalten werden muss. Ab dem Indie-Plan lässt sich eine Warteliste aktivieren: Wer keinen Platz mehr bekommt, trägt sich ein, und sobald durch eine Absage ein Platz frei wird, benachrichtigst du die nächste Person per Knopfdruck – praktisch, wenn zum Beispiel ein Paar kurzfristig absagt und dadurch sowohl ein "führender" als auch ein "folgender" Platz frei wird.
Einlass mit QR-Scan statt Namensliste an der Tür
Egal ob wöchentliche Milonga oder Kursreihe: An der Tür reicht der QR-Code auf dem Ticket, gescannt über die Scan-App auf einem beliebigen Smartphone – kein Abgleich mit einer ausgedruckten Namensliste mehr nötig. Bei der Kursreihe zeigt der Scan zusätzlich an, welcher der mehreren Termine gerade läuft, sodass du siehst, ob jemand für die richtige Session erscheint.
Was das kostet
Für zahlungspflichtige Tanzabende und Kurse gilt dieselbe Gebührenstruktur wie für jedes andere Event bei TCKTNEST. Der kostenlose Nest-Plan (€0/Monat) kostet 3,7 % + €0,39 pro Ticket, mindestens €0,59, mit einer Kappung von 200 Tickets pro Event – für eine einzelne Milonga meist ausreichend. Der Indie-Plan (€19/Monat) senkt die Gebühr auf 2,7 % + €0,39, mindestens €0,54, ohne Ticketkappung und mit Warteliste – sinnvoll, sobald du mehrere Tanzabende oder Kursreihen parallel laufen hast. Der Pro-Plan (€49/Monat) liegt bei 2,0 % + €0,39, mindestens €0,49. Du entscheidest pro Event, ob die Gebühr im Ticketpreis steckt oder separat an der Kasse ausgewiesen wird.
Häufige Fragen
Muss ich für jeden wöchentlichen Tanzabend ein neues Event anlegen? Das ist die sauberste Lösung, weil jeder Termin dann sein eigenes Kontingent und seine eigene Buyer-Liste hat. Name, Bild und Beschreibung kannst du beim Anlegen einfach vom letzten Termin übernehmen.
Wie trenne ich Paar- und Einzeltickets für einen Partnertanz-Kurs? Über zwei Ticketkategorien im selben Event – eine für Einzelpersonen, eine für Paare, jede mit eigenem Preis und eigenem Kontingent.
Kann eine Anmeldung für eine ganze Kursreihe gelten, statt für einen einzelnen Termin? Ja, über ein Mehrtägig-Event mit mehreren hinterlegten Terminen. Ein Ticket deckt dann automatisch die gesamte Reihe ab.
Bekomme ich eine Liste, wer bei einem Tanzabend oder Kurs angemeldet ist? Ja, jederzeit als CSV-Export mit Name, E-Mail, gewählter Kategorie und Ticketstatus – nützlich für Anwesenheitslisten bei Kursen.
Fazit
Ein wiederkehrender Tanzabend und eine Tanzkurs-Reihe sind zwei unterschiedliche Verkaufsmodelle, auch wenn beide im selben Tanzsaal stattfinden. Der Tanzabend lebt vom spontanen Einzeleintritt pro Termin, die Kursreihe von einer einmaligen Anmeldung, die mehrere zusammengehörige Termine abdeckt – und beide profitieren von Ticketkategorien, die Einzelpersonen und Paare getrennt zählen und bepreisen. Mit eigenen Events pro Tanzabend, einem Mehrtägig-Event für Kursreihen, Paar- und Einzelkategorien, Mitgliederrabatten und einer Warteliste für schnell ausgebuchte Termine lässt sich beides ohne Excel-Chaos organisieren.
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