Ticketpreis richtig kalkulieren: Basispreis, Gebühren, Mehrwertsteuer erklärt
Wie du deinen Ticketpreis Schritt für Schritt kalkulierst: Basispreis, TCKTNEST-Plattformgebühr und Mehrwertsteuer einfach erklärt – inklusive Rechenbeispiel und der Frage, wer die Gebühr trägt.
Ticketpreis richtig kalkulieren: Basispreis, Gebühren, Mehrwertsteuer erklärt
„Ich will €20 pro Ticket verdienen – also setze ich den Preis auf €20." Klingt logisch, ist aber meistens falsch. Denn zwischen dem, was am Ende bei dir ankommt, und dem, was der Käufer zahlt, stehen zwei weitere Posten: die Plattformgebühr und – je nach Event – die Mehrwertsteuer. Wer das beim Kalkulieren übersieht, verschenkt Geld oder wundert sich über eine Auszahlung, die niedriger ausfällt als gedacht.
In diesem Artikel zeigen wir dir, aus welchen drei Bestandteilen sich ein Ticketpreis zusammensetzt, wie die TCKTNEST-Gebühr genau berechnet wird und wie du entscheidest, ob der Käufer oder du selbst diese Gebühr trägst.
Die drei Bestandteile eines Ticketpreises
Jeder Ticketpreis lässt sich in drei Teile zerlegen:
- Basispreis – der Betrag, den du als Veranstalter tatsächlich behalten willst (deine Kalkulationsgrundlage: Gage, Saalmiete, Technik, Marge)
- Plattformgebühr – die Gebühr, die TCKTNEST für Ticketverkauf, Zahlungsabwicklung und Auszahlung einbehält
- Mehrwertsteuer – die USt., die je nach Art deines Events und deinem Steuerstatus anfällt
Wie diese drei Teile zusammenspielen, hängt von zwei Entscheidungen ab, die du im TCKTNEST-Dashboard triffst: Trägt der Käufer die Plattformgebühr oder du? Und mit welchem Steuersatz kalkulierst du?
1. Der Basispreis: was du wirklich behalten willst
Der Basispreis ist dein Ausgangspunkt – der Nettobetrag, den du pro verkauftem Ticket für dich einplanst, bevor Gebühr und Steuer dazukommen. Er ergibt sich aus deiner eigenen Kostenkalkulation: Miete, Personal, Technik, Gage, Marketing, gewünschte Marge. Diesen Betrag legst du zuerst fest – alles Weitere baut darauf auf.
2. Die TCKTNEST-Plattformgebühr
TCKTNEST berechnet die Plattformgebühr nach einer einfachen Formel: ein Prozentsatz vom Ticketpreis plus ein Fixbetrag pro Ticket, mit einer Mindestgebühr nach unten. Die genaue Höhe hängt vom Plan ab:
- Nest (Free-Plan, €0/Monat): 3,7 % + €0,20 pro Ticket, mindestens €0,40
- Indie (€19/Monat): 2,7 % + €0,20 pro Ticket, mindestens €0,35
- Pro (€49/Monat): 2 % + €0,20 pro Ticket, mindestens €0,30
Alle drei Gebühren sind all-in – die Zahlungsabwicklung ist bereits enthalten, es kommt nichts mehr obendrauf. Die Auszahlung läuft direkt über Stripe Connect auf dein Konto, ohne Wartezeit auf Plattformseite.
Je höherpreisig deine Tickets sind, desto eher lohnt sich ein bezahlter Plan: Der Fixbetrag von €0,20 bleibt gleich, aber der Prozentsatz sinkt mit jedem Plan-Upgrade.
3. Die Mehrwertsteuer
Der dritte Bestandteil ist die Umsatzsteuer auf dein Ticket. In Österreich gilt für viele kulturelle Veranstaltungen (Konzerte, Theater, bestimmte kulturelle Events) häufig ein ermäßigter Satz von 13 %, während für andere Veranstaltungen der Standardsatz von 20 % greift.
Wichtig: Das ist eine allgemeine Einordnung, keine verbindliche Steuerberatung. Ob dein Event unter den ermäßigten Satz fällt, hängt von Details ab – Art der Veranstaltung, dein Unternehmensstatus (Kleinunternehmerregelung?), Sitzland und weitere Ausnahmen. Kläre den für dich korrekten Steuersatz deshalb unbedingt mit deiner Steuerberatung, bevor du deinen Ticketpreis final festlegst. Im TCKTNEST-Dashboard kannst du den passenden Steuersatz für dein Event hinterlegen – die Plattform übernimmt dann automatisch die Berechnung auf Basis des Satzes, den du einträgst.
Wer trägt die Plattformgebühr? Käufer oder Veranstalter
Das ist eine der wichtigsten Entscheidungen bei der Preisgestaltung – und im TCKTNEST-Dashboard einfach eine Checkbox beim Anlegen deines Events:
- Gebühr trägt der Käufer: Die Plattformgebühr wird zum Ticketpreis aufgeschlagen. Du gibst deinen gewünschten Basispreis ein, der Käufer zahlt Basispreis plus Gebühr – dein Basispreis kommt ungekürzt bei dir an.
- Gebühr trägt der Veranstalter: Die Gebühr wird von deiner Auszahlung abgezogen. Der Käufer zahlt genau den angezeigten Ticketpreis, du bekommst diesen Preis abzüglich der Plattformgebühr ausgezahlt.
Beide Varianten sind völlig legitim – es ist eine Frage der Positionierung. Manche Veranstalter wollen einen möglichst „runden", niedrigen Preis auf der Ticketseite zeigen und nehmen die Gebühr lieber selbst in Kauf. Andere kommunizieren offen, dass die Gebühr separat ausgewiesen wird, und behalten so ihren vollen Basispreis.
Rechenbeispiel: €20 netto pro Ticket
Nehmen wir an, du willst pro verkauftem Ticket €20 behalten und bist auf dem Nest-Plan (3,7 % + €0,20, mindestens €0,40). Die Plattformgebühr bei einem Ticketpreis von €20 beträgt:
€0,94
Jetzt hast du zwei Wege:
Variante A – Käufer trägt die Gebühr: Du setzt den Basispreis auf €20. Der Käufer zahlt €20,94. Du erhältst deine vollen €20.
Variante B – Veranstalter trägt die Gebühr: Der Käufer zahlt genau €20. Von dieser Auszahlung zieht TCKTNEST die €0,94 ab – dir bleiben €19,06. Willst du trotzdem volle €20 behalten, musst du den angezeigten Ticketpreis entsprechend höher ansetzen (in diesem Fall auf €20,94), damit nach Abzug der Gebühr wieder €20 übrig bleiben.
Die Mehrwertsteuer kommt je nach Fall zusätzlich dazu oder ist im angezeigten Preis bereits enthalten – wie genau, legst du zusammen mit deiner Steuerberatung fest und trägst den Satz im Dashboard ein.
Kurz zusammengefasst
- Basispreis zuerst festlegen: Was willst du wirklich pro Ticket behalten?
- Plattformgebühr hängt vom Plan ab: Nest 3,7 % + €0,20 (min. €0,40), Indie 2,7 % + €0,20 (min. €0,35), Pro 2 % + €0,20 (min. €0,30) – alles all-in, keine versteckten Zusatzkosten.
- Mehrwertsteuer individuell mit deiner Steuerberatung klären (in Österreich oft 13 % für kulturelle Events, 20 % Standardsatz) und im Dashboard hinterlegen.
- Käufer oder Veranstalter trägt die Gebühr – eine einfache Einstellung beim Event, die entscheidet, ob die Gebühr aufgeschlagen oder von deiner Auszahlung abgezogen wird.
Wenn du diese drei Bestandteile einmal sauber durchgerechnet hast, weißt du genau, was am Ende bei dir ankommt – ganz ohne Überraschungen bei der Auszahlung.
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