24. Juli 2026

Warum "kostenloses Ticketing" fast nie wirklich kostenlos ist

Kostenlos bedeutet bei Ticketing-Plattformen fast immer: keine Grundgebühr. Eine Gebühr pro verkauftem Ticket bleibt trotzdem – auch bei TCKTNEST. Eine ehrliche Einordnung.


Warum "kostenloses Ticketing" fast nie wirklich kostenlos ist

"Kostenlos Tickets verkaufen" ist eine der meistgesuchten Formulierungen, wenn Veranstalter:innen nach einer Ticketing-Plattform suchen – auch bei uns. Das Problem: "kostenlos" ist in dieser Branche fast immer eine Abkürzung für etwas Spezifisches, und das ist nicht dasselbe wie "es kostet nichts". Wir wollen das hier einmal ehrlich auflösen – auch auf die Gefahr hin, dass wir dabei über unseren eigenen Free-Plan reden müssen.


"Kostenlos" heißt fast immer: keine Grundgebühr

Wenn eine Ticketing-Plattform mit "kostenlos" wirbt, ist damit in aller Regel gemeint: keine monatliche Grundgebühr. Du zahlst nichts, um ein Konto zu eröffnen, nichts, um eine Veranstalterseite zu betreiben, nichts im Monat, in dem du gar keine Tickets verkaufst.

Was damit fast nie gemeint ist: dass der Ticketverkauf selbst nichts kostet. Sobald tatsächlich ein Ticket über die Plattform verkauft wird, fällt so gut wie immer eine Gebühr pro Ticket an – meist ein Prozentsatz vom Ticketpreis, oft plus ein Fixbetrag, oft mit einer Mindestgebühr nach unten.

Das ist auch bei TCKTNEST so, und wir sagen das lieber einmal zu deutlich als zu wenig deutlich: Unser Nest-Plan ist mit €0 Monatsgebühr komplett kostenlos in dem Sinn, dass dir keine Fixkosten entstehen, egal wie viele oder wenige Events du anlegst. Sobald du aber ein Ticket verkaufst, fällt 3,7 % + €0,20 pro Ticket (mindestens €0,40) an. "Kostenlos" bezieht sich bei uns also auf die Grundgebühr, nicht auf den gesamten Ticketverkauf.


Zwei völlig unterschiedliche Bedeutungen von "kostenlos"

In Gesprächen mit Veranstalter:innen begegnen uns eigentlich immer zwei verschiedene Fragen, die beide mit "ist das kostenlos?" beginnen, aber etwas anderes meinen.

"Kostenlos für mich als Veranstalter"

Das heißt: Die Ticketgebühr wird an die Käufer:innen weitergegeben, on top zum Ticketpreis. Der Veranstalter oder die Veranstalterin bekommt dann effektiv den vollen Ticketpreis ausbezahlt, weil die Gebühr separat vom Publikum getragen wird. Ob das möglich ist, hängt von der Plattform ab – bei TCKTNEST kannst du bei jedem Event selbst wählen, ob du die Gebühr absorbierst oder an die Käufer:innen weitergibst.

"Absolut kostenlos"

Das gibt es in der Praxis nicht – und zwar unabhängig davon, welche Plattform du nutzt. Der Grund ist simpel: Sobald Geld per Kreditkarte, SEPA-Lastschrift oder Wallet bewegt wird, entstehen Kosten für die Zahlungsabwicklung. Diese Kosten fallen irgendwo an – bei der Plattform, beim Zahlungsdienstleister im Hintergrund, oder eingepreist in die genannte Gebühr. Eine Plattform, die "0 % Gebühr, wirklich nichts, versprochen" bewirbt, hat diese Kosten entweder anderswo versteckt oder subventioniert sie aus einer anderen Einnahmequelle. Bei TCKTNEST ist die Zahlungsabwicklung über Stripe fixer Bestandteil der genannten Gebühr – es kommt bei keinem unserer Pläne etwas dazu.


Ein konkretes Beispiel: der Nest-Plan

Rechnen wir es einmal durch. Bei einem €20-Ticket über den Nest-Plan: 3,7 % von €20 sind €0,74, dazu kommt der Fixbetrag von €0,20 – macht €0,94 Gebühr pro Ticket. Bei einem günstigeren €5-Ticket greift die Mindestgebühr: 3,7 % von €5 wären nur €0,185, also unter der Mindestgebühr von €0,40 – es gelten also €0,40 plus €0,20 Fixbetrag, zusammen €0,60. Bei einem €25-Ticket sind es 3,7 % = €0,925 plus €0,20 Fixbetrag, gerundet €1,13.

Das ist keine versteckte Zusatzgebühr und auch keine, die wir verschweigen – sie steht bei uns transparent auf der Preisseite. Aber sie ist eben real, auch wenn der Plan "kostenlos" heißt. Genau deshalb schreiben wir das hier auch so offen hin: "Nest" heißt bei uns €0 Grundgebühr, nicht €0 Ticketgebühr.


Wie das Modell "keine Grundgebühr, aber Gebühr pro Ticket" bei anderen Anbietern aussieht

Das Prinzip "kein Fixbetrag im Monat, dafür eine Gebühr pro verkauftem Ticket" ist in der Branche verbreitet, nicht nur bei uns. Eventbrite Essentials etwa berechnet 5,5 % pro Ticket, ohne Fixbetrag, ohne separate Zahlungsabwicklungsgebühr obendrauf. Bei einem €20-Ticket wären das €1,10. Der nächsthöhere Tarif, Eventbrite Professional, kommt auf 5,5 % + €0,99 pro Ticket – beim selben €20-Ticket also €2,09.

Nicht jede Plattform arbeitet aber mit diesem Modell. NTRY Premium etwa verlangt zusätzlich zur Ticketgebühr (8 % all-in) auch eine Grundgebühr von €25 pro Monat. Bei einem €25-Ticket wären das 8 % = €2,00 pro Ticket, plus die anteilige monatliche Grundgebühr, die unabhängig von der Ticketzahl anfällt. Das zeigt: "keine Grundgebühr" ist kein Branchenstandard, sondern eine von mehreren möglichen Ausgestaltungen – manche Plattformen kombinieren beides.

Auch bei oeticket Light unterscheidet sich das Modell je nach Vertriebsweg: Im eigenen Shop gilt 5 % all-in, mindestens €0,39 – bei einem €25-Ticket also €1,25, bei einem €5-Ticket greift die Mindestgebühr mit €0,39. Läuft der Verkauf zusätzlich über das oeticket-Netzwerk, kommt eine Vorverkaufsgebühr von 10 % obendrauf – bei einem €25-Ticket macht das in Summe €3,75.

Diese Zahlen zeigen vor allem eines: Es lohnt sich, bei jeder Plattform genau nachzurechnen, wie sich der tatsächliche Betrag pro Ticket zusammensetzt – unabhängig davon, ob "kostenlos" oder ein bestimmter Prozentsatz auf der Startseite steht.


Was du wirklich prüfen solltest, bevor du "kostenlos" glaubst

Wenn eine Ticketing-Plattform mit "kostenlos" wirbt, lohnt sich eine kurze Check-Liste, bevor du dich entscheidest:

  • Gibt es eine monatliche Grundgebühr? Ja oder nein – und wenn nein, heißt "kostenlos" wahrscheinlich genau das und nicht mehr.
  • Was kostet ein tatsächlich verkauftes Ticket? Prozentsatz, Fixbetrag, Mindestgebühr – frag nach allen drei Komponenten.
  • Ist die Zahlungsabwicklung in der Gebühr enthalten, oder kommt separat noch etwas dazu? Bei TCKTNEST ist die Antwort: enthalten, bei allen Plänen.
  • Wer trägt die Gebühr am Ende – du oder deine Käufer:innen? Bei uns entscheidest du das pro Event selbst.

Mit dieser Liste kannst du "kostenlos" bei jeder Plattform schnell einordnen – auch bei uns.


Fazit

"Kostenlos" ist bei Ticketing-Plattformen so gut wie immer eine Aussage über die Grundgebühr, nicht über die Ticketgebühr. Das ist kein Trick und keine versteckte Kostenfalle – es ist einfach, wie das Geschäftsmodell funktioniert, weil irgendwo die Kosten der Zahlungsabwicklung gedeckt werden müssen. Wichtig ist nur, dass du als Veranstalter:in weißt, worauf sich "kostenlos" bezieht, bevor du dich entscheidest. Bei TCKTNEST heißt der Nest-Plan deshalb bei uns intern auch nicht "kostenloses Ticketing", sondern schlicht: keine Grundgebühr, transparente Gebühr pro Ticket, keine versteckten Zusatzkosten.

Wenn du wissen willst, was dein nächstes Event bei uns konkret kosten würde, kannst du dir das direkt ausrechnen – ganz ohne Verkaufsgespräch.

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